Nachhaltigkeit durch Re-Use – Ermittlung der rechnerisch notwendigen Mindestfestigkeit von Glas in unterschiedlichen Anwendungszenarien
Bachelorarbeit
Die Bauindustrie steht vor der Herausforderung, CO₂-Emissionen massiv zu senken. Glas ist in der Herstellung energieintensiv, jedoch theoretisch unend-lich oft recycelbar oder – noch besser – direkt wiederverwendbar (Re-Use). Das Problem: Zurückgebautes Glas kann aufgrund von Oberflächendefekten eine geringere Oberflächenfestigkeit als das Neuprodukt und somit eine redu-zierte Tragfähigkeit aufweisen.
Um Glas sicher in neuen Fenstern und Fassaden einsetzen zu können, muss sowohl der Grenzzustand der Tragfähigkeit (Spannung) als auch der Grenz-zustand der Gebrauchstauglichkeit (Verformung/Durchbiegung) nachgewie-sen werden. In gewissen Fällen wird dabei der Grenzzustand der Ge-brauchstauglichkeit maßgebend.
Kerndaten
Forschungsziel
Es soll systematisch untersucht werden, wie weit die Materialfestigkeit absinken dürfte, ohne dass der Grenzzustand der Tragfähigkeit zum vorzeitigen Versagen führt. Durch diese Rückrechnung definieren wir Leistungsklassen für zurückgebautes Glas, die einen sicheren Wiedereinsatz in modernen Fenster- und Fassadensystemen ermöglichen.